Die geheimen Kräfte der Erde
Die Kräfte der Erde haben die Menschen wohl schon immer in ihren Bann gezogen. Glaube und Aberglaube, Mythen und Sagen ranken sich um sie; Philosophen, Theologen und Wissenschaftler versuchen sie seit Jahrhunderten genauso zu ergründen wie die einfachen Menschen auch.
So geht der Bogen, den die Ausstellung spannt, von den heute messbaren Kräften der Erden Niederösterreichs, was von den Besucherinnen und Besuchern auch selbst mit den dazu notwendigen Messgeräten erprobt werden kann, hin zu den Vorstellungen, die vergangene Jahrhunderte entwickelt hatten und sich in Mythen und Sagen widerspiegeln.
So wurde in der Volksreligiosität die segenbringende Wirkung der Erde etwa in Form von als Amulett getragener heiliger Erde genutzt.
Von trauriger Aktualität sind die zerstörerischen Kräfte der Erde, die am Bespiel des Erdbebens von 1590 gezeigt werden. Wie erklärten sich die Menschen damals das Zustandekommen eines solchen und wie schlimm waren seine Auswirkungen? Alte Schriften und archäologische Funde werden in der Ausstellung dazu Auskunft geben.
Ein weiteres Thema sind die positiven und negativen Kräfte der Erde, die „Fühlige“ versuchen, mit Hilfsmitteln wie Wünschelruten aufzuspüren.
Welche Flüche und Segenswünsche dazu verwendet wurden, kommt hier ebenso zur Sprache wie das Beispiel des im Auftrag des k.u.k. Militärs seine „Mutungen“ durchführenden Wünschelrutengängers Oberst Peichl, dem Kaiser Franz-Joseph dafür die „goldene Wünschelrute“ verlieh.
Auch die Volksmedizin sah in der Erde Kräfte, die genutzt werden konnten, so etwa in Form von „Fiebertrankln“, die Heilung von verschiedenen Krankheiten versprachen. Aber auch heute noch kommen Heilkräfte der Erde zum Einsatz, etwa als Moorbäder oder Packungen mit Heilerde.
Die Ausstellung wird im Mai eröffnet und bis 15. November gezeigt.
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